Archiv der Kategorie: Umwelt

– Ernährung
– Ressourcen
– Naturschutz

Achtung Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner, genauer gesagt seine Raupen, werden auch aufgrund des Klimawandels zunehmend zum Problem. Die Brennhaare der Raupen können beim Menschen allergische Reaktionen auslösen, weshalb bei einem Befall häufig Maßnahmen zum Schutz der Menschen nötig sind.

Diese reichen, je nach Gefährdungslage, von der Absperrung betroffener Gebiete bis zum Einsatz von Bioziden gegen die Raupen.

Der Eichenprozessionsspinner in Mering

Auch in Mering führte im Sommer 2019 der Befall einer Eiche am Meringer Sportplatz zu Maßnahmen (Absammeln der Raupen, Absperrung). Anschließend wurde eine umfangreiche Untersuchung durch den Bauhof durchgeführt, die in einer Beschlussvorlage für die GR-Sitzung am 12.12.2019 mündete.

Folgender Beschluss wurde in der Sitzung mit 16:4 Stimmen gefasst (Gegenstimmen von der grünen Fraktion):

„Der Marktgemeinderat beschließt, die Eichenprozessionsspinnerraupen mittels Spezialvernebelungsverfahren zu behandeln und beauftragt den Bauhof mit der Vergabe dieses Auftrages an eine Fachfirma. Es werden alle im Bestand des Markt Mering befindlichen Eichen behandelt.“

Die grüne Fraktion lehnte diesen Beschluss ab, da der Einsatz von Bioziden im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes nur das allerletzte Mittel der Wahl sein sollte. Alternativen zum Biozideinsatz wurden nicht ausreichend geprüft. Zudem ist ein flächendeckender, vorbeugender Einsatz von Bioziden gar nicht zulässig. Dazu sind vorherige Kontrollmaßnahmen nötig. Auch für den Einsatz des gewählten Produkts NeemProtect sind einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Im Einzelnen sind dies (aus den Anwendungsbestimmungen):

  • Das Produkt darf erst nach sorgfältiger Abwägung gegenüber mechanischen Bekämpfungsmaßnahmen (Absaugen oder absammeln) eingesetzt werden.
  • Eine vorsorgliche Anwendung ist nicht zulässig. Das Produkt darf nur angewendet werden, wenn ein Befall festgestellt wurde.
  • Das Produkt darf erst nach Schlupf der Raupen im ersten oder zweiten Larvenstadium eingesetzt werden.
  • Die Ausbringung in FFH-Gebieten oder Naturschutzgebieten unterliegt gesonderten Bestimmungen und sollte nur in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden erfolgen. Hiervon wären die Bereiche an der Paar betroffen, in denen eine ganze Reihe von Eichen vorkommen. Auch ist zu Gewässern ein Mindestabstand von 20 m einzuhalten. Aus diesem Grund dürfen eine ganze Reihe von Bäumen nicht mit dem Mittel behandelt werden.

Im Januar 2020 nahm die grüne Fraktion mit dem Meringer Bauhof Kontakt auf, um dazu ein Gespräch zu vereinbaren. Auch der Bund Naturschutz wurde hinzugezogen. Am 5.2.2020 fand ein Ortstermin (Besichtigung der betroffenen Gebiete und Bäume) mit einem ausgewiesenen Experten des bayrischen Landesverbands des Bund Naturschutz statt und am gleichen Tag ein anschließendes Gespräch mit dem Bauhofleiter. In diesem Gespräch wurde vereinbart, dass der Bauhof, wie vom Experten empfohlen, im April zunächst eine Kontrolle des Befalls vornimmt und erst dann über entsprechende Maßnahmen entscheidet.

In der GR-Sitzung am 27.2.2019 stellten die Fraktionssprecherin Frau von Thienen eine Anfrage zum Sachstand, in der sie klarstellte, dass der im Dezember 2019 gefasste Beschluss nicht rechtskonform sei und es entsprechende Gespräche mit dem Bauhof inklusive Zusage zur Klärung der Sachlage gegeben habe.

Am 21.4.2020 wurde auf Anfrage des Bauhofs erneut der Experte des BN-Landesverbands hinzugezogen, nachdem bei einer Kontrolle der Eichen kein Befall festgestellt wurde, der Bauhof aber an kritischen Stellen (Friedhof, Spielplätze etc.) dennoch vorsorglich NeemProtect spritzen lassen wollte.

Aus Naturschutzsicht wird weiterhin Absaugen und Absammeln empfohlen, sobald Befall auftritt. Da dieses Jahr aber auf Grund der Trockenheit grundsätzlich mit stärkerem Befall gerechnet wird, kann es bei den entsprechenden Fachfirmen zu Engpässen kommen. Deshalb wird befürchtet, dass in diesem Fall dann im nächsten Jahr erst recht alles gespritzt wird.

Daher wurde empfohlen, lediglich besonders kritische Bäume (5% – 10%) an Spielplätzen, Schwimmbad, Schulen etc. zu spritzen. Dies ist im Sinne der Akzeptanz und eines weiteren Einstieges in eine pestizidfreie Behandlung in den nächsten Jahren aus Sicht des Experten ein guter Ansatz.

Der Meringer Bauhofleiter sagte zu, entsprechend vorzugehen.

Wir Grüne halten dies für einen guten Kompromiss und wir werden auf dieser Basis versuchen, dass die Gemeinde in den nächsten Jahre ganz auf den Biozideinsatz verzichtet.

Mehr zum Thema

Mai 2019, Informationen des Umweltbundesamtes zum Eichenprozessionsspinner

18.5.2020, Pressemitteilung des Bund Naturschutz zum Eichenprozessionsspinner

 

Photovoltaik auf Merings Dächer

Anpacken, um das vorhandene Potential auszuschöpfen, wird in den kommenden Jahren entscheidend sein, wenn die Klimaziele von Paris noch eingehalten werden sollen. Neben der großen internationalen Politik, fällt eine ganz entscheidende Verantwortung der Kommune vor Ort zu. Hier können Projekte schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Nur wer hier seine Hausaufgaben erledigt, verdient bei bundesweiten und internationalen Regelungen Aufmerksamkeit und Glaubhaftigkeit.

Die Marktgemeinde Mering kann hier deutlich mehr erreichen, wie ein Vergleich innerhalb des Landkreises Aichach-Friedberg verdeutlicht: Eine nicht geringe Anzahl von gemeindlichen Gebäuden wird noch immer nicht für Photovoltaik genutzt. Das möchten die Meringer Grünen ändern. Bernhard Konrad, grünes Mitglied und Gemeinderatskandidat, hat hier eine starke Initiative ergriffen und das Projekt in die Hand genommen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, stellte er eine Anfrage an den Gemeinderat mit der Bitte um eine Auflistung aller gemeindlichen Dächer. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler lieferte die entsprechenden Informationen und beantwortete ein paar Detailfragen, so dass nun eine Liste von potentiell geeigneten Dächern vorliegt. Nach Kontakt mit der Bürgerenergiegenossenschaft Neuburg-Schrobenhausen, Aichach und Eichstätt, wurden nun bei einer ersten Besichtigungsrunde die Dächer vom Kinderhaus am Kapellenberg, Kindergarten am Sommerkeller und der Grundschule II bereits von einem Fachmann gesichtet.

Nun folgt die Detailplanung – hier müssen unter anderem der Netzbetreiber angefragt, Plätze für Wechselrichter, Stromzähler, und mögliche Kabelverläufe geplant werden, sowie der jetzige und prognostizierte Stromverbrauch für eine Wirtschaftlichkeitsprüfung berechnet werden. Die ersten Schätzungen liegen vor und zeigen, dass die geplanten Photovoltaikanlagen neben ihrem Beitrag zur Vermeidung von CO2 der Marktgemeinde mittelfristig auch enorme finanzielle Einsparungen bringen würden. So könnte das dringend Notwendige mit dem Praktischen verbunden werden..

Und all das ist mit minimalem Aufwand seitens der Gemeinde möglich. Die Bürgerenergiegenossenschaft verwaltet im Landkreis schon einige vergleichbare Anlagen und bietet unterschiedliche Finanzierungsmodelle: Die Marktgemeinde könnte etwa alleiniger Finanzierer sein, oder den Bürgerinnen und Bürgern Merings Beteiligungen anbieten.

Wir freuen uns über den schnellen Fortschritt des Projekts und bedanken uns ganz ausdrücklich beim Bürgermeister und der Verwaltung für die Kooperationsbereitschaft. Wir hoffen auf einen tatkräftigen und mutigen neuen Marktgemeinderat, der seinen Teil zu einer schnellen Umsetzung beiträgt. Das würde Vertrauen schaffen für einen klimapolitischen Aufbruch und zeigen, dass Mering handelt und sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Presse

9.3.2020, Stadtzeitung, “Für mehr Photovoltaik auf Merings Dächern

Energiewende vor Ort

Bis zum Jahr 2030 wollen wir GRÜNE den kompletten Stromverbrauch in Bayern auf 100 Prozent erneuerbare Energie umstellen.

Den Kommunen kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Kommunen entscheiden maßgeblich mit, ob es attraktive Alternativen zum Auto gibt, ob saubere Energie erzeugt und angeboten werden, welche Hilfestellungen und Beratungen die Bürgerinnen und Bürger bekommen. Die Infrastruktur für Strom, Wärme und Mobilität, gehört zu den ureigenen Aufgabengebieten der Kommunen. Die Kommunen haben auch den kürzesten Draht zu den Bürger*innen, beraten und motivieren sie, sind für deren Versorgung zuständig und können gleichzeitig bei den eigenen Liegenschaften, Versorgungsanlagen und Bauwerken eigenverantwortlich handeln und mit guten Beispielen vorangehen.

Das möchten wir auch für Mering erreichen, das leider im Landkreisvergleich bei der Deckung des Energiebedarfs durch  erneuerbare Energien immer noch im untersten Drittel liegt.

Dass das Interesse an diesem Thema enorm groß ist, zeigte sich bei unserem Oktoberstammtisch unter dem Motto „Energie in Bürgerhand – So geht’s“.

Dazu hatten wir Manfred Rössle, Vorstandsmitglied der Bürgerenergiegenossenschaft Bayern (BEG) eingeladen. Ziel der Genossenschaft ist die nachhaltige Energieversorgung in der Region, getragen von Bürgern, Kommunen, Unternehmen und Institutionen. Die Energiegenossenschaft betreibt selbst insbesondere PV-Anlagen und Windräder und berät Bürger und Kommunen.

Im Laufe des Abends konnten zahlreiche Ideen gesammelt werden, bei denen die Kommune aktiv werden kann und muss, u.a.:

  • Jährlicher Bericht der Verwaltung, um einen Überblick zum CO2-Fußabdruck der Gemeinde zu geben, damit die Bürger*innen sehen können, welche Fortschritte gemacht werden.
  • Durchführung einer Potenzialanalyse für Photovoltaik auf den Dächern der kommunalen Liegenschaften und Entwicklung eines Konzepts, wie die besten Dächer schnell genutzt werden können.
  • Überprüfung und Optimierung der Wärmedämmung der gemeindlichen Gebäude.
  • Beim eigenen Stromverbrauch auf Ökostrom umsteigen.
  • Nahwärmenetze installieren, insbesondere sollten diese in Neubaugebieten bereits bei der Erschließung berücksichtigt werden.
  • Einrichtung von e-Bike Ladestationen, insbesondere an den Pendlerbahnhöfen, aber auch in der Ortsmitte (u.a. um diese attraktiver zu machen).
  • Förderung des Neubaus von PV-Anlagen auf Privatbauten bzw. Verankerung in Bebauungsplänen.

Gute Beispiele sind bereits die PV-Anlage auf dem Hochbehälter des Wasserwerks und auf den geplanten Neubauten der Meringer Schulhorte, die insgesamt energieoptimiert gebaut werden.

Herr Rössle führte anschaulich aus, welche Möglichkeiten für Bürger und Kommunen bestehen, die Energiewende von unten Wirklichkeit werden zu lassen. Er machte klar, dass sich durch die Politik von oben (EU, Deutschland, Bayern) Veränderungen nur sehr langsam durchsetzen lassen, man aber vor Ort mit den richtigen Ideen und gemeinsam mit den Bürger*innen sehr viel bewegen kann. Die Erkenntnis, dass sich etwas umsetzen lässt und es sich sogar finanziell lohnt, motiviert und ist der Motor für Veränderung.

Folgende Informationen gab er im Laufe des Abends:

    • Sektorkopplung (z. B. Energie + Wärme) ist möglich und ideal. Ein Gesamtkonzept ist unbedingt sinnvoll.
    • Für Neubaugebiete sind Kaltwärmenetze sehr interessant (für moderne Wärmepumpen). Dafür kann die Gemeinde in einem neuen Baugebiet gleich bei der Erschließung ziemlich günstig die Voraussetzungen schaffen (Rohre verlegen). Dann steht es den Bürgern offen, sich anzuschließen. Das ist dann eine einfache Kosten-Nutzen Rechnung, die normalerweise sehr positiv ausfällt.
      Auch kann man einen Arealspeicher dazubauen, der für das Neubaugebiet als Energiespeicher dient.
    • Bei Bestandsbauten ist ein Nahwärmenetz die bessere Wahl. Dies kann sich aber auch schon ab 3 Häusern lohnen, wenn die Wege kurz sind, also dezentral. Ein Beispiel ist Burgheim, wo die BEG Betreiber der Anlage ist.
    • Die Gemeinde kann Informations- und Förderprogramme für die Bürger aufsetzen, zum Beispiel für Car-Sharing und Elektroladestationen. Hier gibt es auch Partner wie die LEW oder Stadtwerke Augsburg. Man kann auch erneuerbare Energien in Eigenheimen fördern.
    • Bei der Speichertechnologie zeigte sich Herr Rössle optimistisch, dass sich diese in den kommenden Jahren weiterhin rasant entwickelt. Beispiel: Autokarosserie als Speicher nutzbar machen, oder Greenrock Wasserspeicher.

Ein interessantes Bürgerprojekt stellte Herr Dieter Schöpf vom Förderverein des Gymnasiums Mering vor: Der Förderverein möchte eine PV-Anlage auf dem Dach des Gymnasiums betreiben. Allerdings ist der Aufwandsträger des Gymnasiums der Landkreis. Die Frage „Wer trägt das Risiko und vermarktet den Strom?“ muss noch geklärt werden. Hier könnte etwa die Bürgerenergiegenossenschaft helfen, so dass der Förderverein für eine feste Rendite das Dach und die Wartung/Verwaltung überlässt.

Positives Fazit des Abends: Merings Bürger*innen sind überzeugt, dass mehr möglich ist, und dass Mering mehr kann. Sie sind offen für neue Konzepte und wollen selbst aktiv werden.

Wir wollen ein „Giftfreies Mering“

Letztes Jahr hat die Grüne Fraktion im Gemeinderat einen Antrag gestellt, keine Pestizide, Herbizide oder Fungizide mehr auf gemeindlichen Flächen einzusetzen, um sogenanntes Unkraut zu bekämpfen. Anlass war der Einsatz eines Herbizids (Banvel M) im Freibad und Kindergärten, um den Kleesamen zu bekämpfen. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Wir wollen ein „Giftfreies Mering“ weiterlesen

Pestizide: Der Bürger wird befragt

Derzeit steht eine Reform der europäischen Pestizidverordnung an. Unter anderem soll das Zulassungsverfahren neu geregelt werden. Laut dem Umweltinstitut München ist die Reform längst überfällig und sie war auch eine zentrale Forderung der europäischen Bürgerinitiative „Stop Glyphosat“.

Pestizide: Der Bürger wird befragt weiterlesen

Wiesen statt Beton – Harte Kritik

Die Anhörung zum Landesentwicklungsprogramm letzte Woche im Wirtschaftsausschuss hat ganz klar bestätigt: Söders Ideen wie die sogenannte Lockerung des Anbindegebots, die das Bauen von riesigen Gewerbegebieten abseits von Ortschaften auf der grünen Wiese ermöglicht, sind der Dammbruch in der Landesplanung. Auch mit Blick auf den Alpenplan stimmte das Gros der Expert*innen mit den Grünen überein, dass die „Causa Riedberger Horn“ einen fatalen Präzedenzfall schafft und die Alpen der Betonier-Wut von kurzfristigen Profiteuren des Kunstschnee-Zirkus ausliefert.

Wiesen statt Beton – Harte Kritik weiterlesen

Stand der europäischen Energiewende

Diese Zahl gibt den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in Europa 2016 an.

Das Denk- und Politiklabor Agora Energiewende hat in Zusammenarbeit mit dem britischen Think Tank Sandbag seinen jährlichen Bericht zur Energiewende in Europa veröffentlicht. Demnach wurde Europas Stromerzeugung  etwas klimafreundlicher, aber der Fortschritt schwächt sich leider ab.

Stand der europäischen Energiewende weiterlesen

Stoppt das Bienengift

Kaum zu glauben. Da hat man noch alle Hände voll zu tun um sich   gegen die Verlängerung der Glyphosat Genehmigung auf EU-Ebene zu wehren. Da wird schon die nächste Umwelt-Schandtat im Hintergrund vorbereitet.

Im April 2008 starben am Oberrhein über 11.000 Bienenvölker. Schuld war giftiger Staub, der entstand, als mit hochpotenten Insektengiften (sog. Neonikotinoiden) behandelte Maiskörner ausgesät wurden. Seitdem ist Saatgut, das mit den Wirkstoffen Imidacloprid, Thiamethoxam oder Clothianidin behandelt wurde, in Deutschland verboten.

Stoppt das Bienengift weiterlesen

Mering erhebt Einspruch gegen die Osttangente

Auch bei der letzten Gemeinderatsitzung waren die zahlreich anwesenden Bürger (überwiegend Osttantgentengegner), die an der Gemeinderatssitzung als Zuhörer teilnahmen, wieder auf eine harte Probe gestellt. Die Diskussion, ob die Gemeinde Mering, obwohl sie sich ja schon in zwei Beschlüssen gegen die große vierspurige Lösung ausgesprochen hatte, jetzt einen Einwand im Rahmen der Bürgerbeteiligung nach Berlin schicken soll, zog sich hin und wurde recht kontrovers geführt. Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, ob der von den Grünen vorformulierte Einspruchstext so unverändert übernommen werden soll.

Mering erhebt Einspruch gegen die Osttangente weiterlesen

10000 Tote pro Jahr durch Dieselfahrzeuge?

In der Sendung Frontal 21 vom 5.4.2016 wurden einige interessante Fakten und Zusammenhänge erläutert. Unter anderem wird ausgesagt, dass  durch den Ausstoß von Stickoxiden aus Dieselfahrzeugen in Deutschland im Jahr ca. 10000 Menschen sterben, also fast drei mal soviel wie wir Verkehrstote haben. Zusätzlich wurde gezeigt, dass Diesel-LKW heute im realen Straßenverkehr weniger Stickoxide ausstoßen als Diesel-PKW, obwohl sie die gleiche Technik eingebaut haben.

10000 Tote pro Jahr durch Dieselfahrzeuge? weiterlesen

Stopp dem Flächenfraß

Überall in Bayern und auch in unserer Region kann man beobachten, wie der Flächenfraß voranschreitet. Fast immer gibt es angeblich gute Gründe, weitere Flächen für Gewerbegebiete, Wohngebiete und Straßen zu versiegeln. Die Osttangente ist ein Beispiel das zeigt, dass auch hier in Mering dieses Thema hochaktuell ist.

Zu diesem Thema hatten die Meringer Grünen am 1. März diesen Jahres zwei kompetente Fachleute eingeladen:

  • Thomas Frey (BUND Naturschutz in Bayern, Regionalreferent für Schwaben, Fachabteilung für Südbayern)
  • Ludwig Hartmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion im bayerischen Landtag)

In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion wurde aufgezeigt, was die Ursachen sind und wie man diese Entwicklung aufhalten könnte.

Den Vortrag von Thomas Frey , veröffentlichen wir an dieser Stelle.

Stopp dem Flächenfraß weiterlesen

Was ist echter Ökostrom?

Ein wichtiger persönlicher Beitrag zum Umweltschutz und zur Verhinderung des Klimawandels ist der Umstieg auf Ökostrom. Mit wenig Aufwand kann man so seinen CO2-Ausstoß, Schadstoffausstoß sowie den persönlichen Anteil an der Atomstromproduktion deutlich senken.

Wer allerdings nicht aufpaßt, kann leicht einer Mogelpackung aufsitzen, da es viele Anbieter von Ökostrom gibt, die nur vorgeblich solchen liefern.

Was ist echter Ökostrom? weiterlesen

Glyphosat tötet – Glyphosat verhindern

Die EU-Staaten sollen, deutlich früher als geplant, am 7. März über die Wiederzulassung von Glyphosat (Pestizid) abstimmen. Der Bund Naturschutz hat die noch geheime Entscheidungsvorlage der EU-Kommission zugespielt bekommen. Demnach soll Glyphosat ohne irgendeinen Hinweis auf mögliche Gefährdungen weiterhin zugelassen werden. Der Bund Naturschutz ruft zum Widerstand auf!

Glyphosat tötet – Glyphosat verhindern weiterlesen

Die Vision der Meringer Grünen

Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit des grünen Ortsverbandes hat sich in den letzten 1 1/2 Jahren intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Vision wir für Mering haben. Die Essenz der Diskussion wurde in einem Positionspapier zusammengefasst und in der Ortsversammlung am 12. November einstimmig verabschiedet.

Die Vision der Meringer Grünen weiterlesen

Osttangente Augsburg – Zahlen und Argumente

Vielleicht hat sich der ein- oder andere gefragt, wie wir unsere Ablehnung der Osttangente Augsburg im Detail begründen. Dazu einige Erläuterungen.

Handelt es sich um eine Autobahn?

Wie Autobahnen bei uns gebaut werden sollen, ist recht übersichtlich in den Richtlinien für die Anlage von Autobahnen nachzulesen. Dort ist in der Entwurfsklasse 1 (Fernautobahn/Überregionalautobahn) ersichtlich, dass eine vierspurige Autobahn nach RQ 31 einen Standardquerschnitt von 31 m umfasst. Demgegenüber hat nach Entwurfsklasse 2 eine autobahnähnliche Straße nach RQ 28 einen Querschnitt von 28 m. Bei diesem Querschnitt handelt es sich, wie man den Abbildungen entnehmen kann, um den befestigten Teil der Straße.

Osttangente Augsburg – Zahlen und Argumente weiterlesen

Osttangente Augsburg – Es geht weiter

Zum Thema Osttangente tut sich einiges – und das sind weitgehend erfreuliche Nachrichten.

Die Gemeinderäte in Mering, Königsbrunn und Oberottmarshausen haben sich zumindest gegen die aktuell bekannte Trassenführung ausgesprochen. Mering hat sogar die gesamte Trasse abgelehnt.

Osttangente Augsburg – Es geht weiter weiterlesen

Osttangente Augsburg – Kritik und Meinungen

Fast täglich gibt es mittlerweile Artikel zum Thema Osttangente in den regionalen Zeitungen.

Etwas untergegangen sein dürfte der Beitrag von Augsburg TV, wo regionale Politiker zum Thema und hier speziell zur Ablehnung der Osttangente durch den Meringer Gemeinderat befragt wurden. Über die Mediathek von Augsburg TV lässt sich das aber nachholen:

http://www.augsburg.tv/mediathek/kategorie/aktuell/video/kritik-osttangente

Osttangente Augsburg – Kritik und Meinungen weiterlesen

Wenn einem so was widerfährt … Der Fall Polytech

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Haus bauen. Nach einigem Suchen finden Sie einen geeigneten Bauplatz in einem neu ausgewiesenen Baugebiet im Bereich des Hörlgrabens in Mering. Da nicht weit entfernt Fabrikgebäude existieren, erkundigen Sie sich, welche Art von Gewerbe da möglich ist. Es stellt sich heraus, dass im Sommer 2002 das Landratsamt Aichach das Fabrikgebäude so umgewidmet hat, dass dort nur noch Lagerbetrieb möglich ist. Der Flächennutzungsplan weist an dieser Stelle ein Gewerbegebiet mit reduzierten Emissionen und deutlich eingeschränkten Tätigkeitsmerkmalen aus. Sie sind beruhigt, kaufen den Bauplatz und bauen sich ein hübsches Häuschen. Die Gegend liegt nicht allzuweit von der Ortsmitte und auch sonst fühlen Sie sich hier wohl.

Wenn einem so was widerfährt … Der Fall Polytech weiterlesen

Wasser ist ein Menschenrecht – auch in Mering!

Im Augenblick entwickelt die EU-Kommission Vorschriften zur Vergabe von Konzessionen. Die Gemeinden (öffentliche Hand) können Konzessionen vergeben, z.B. im Bereich der Wasser-, Energie- und Abfallentsorgung. Damit beauftragen sie Privatunternehmen mit der Erbringung der Leistungen, die in ihrem eigenen Aufgabenbereich liegen. Für diese Konzessionsvergaben sollen einheitliche Regeln für den europäischen Wirtschaftsraum erstellt werden.  Intensiv öffentlich diskutiert wird derzeit das Thema Wasserversorgung.

Wasser ist ein Menschenrecht – auch in Mering! weiterlesen

Radfahren in Mering

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon früher schreiben, aber das schöne Radwetter der letzten Tage hat mich davon abgehalten. Radfahren ist für mich erstmal Vergügen. Auf der anderen Seite ist das Rad ein zunehmend wichtiges Verkehrsmittel insbesondere auf innerörtlichen Strecken. Bis das Auto aktiviert ist, bin ich mit dem Fahrrad meist schon am Zielort angekommen.

Aber solch grundsätzliche Überlegungen möchte ich hier nicht vertiefen. Dazu gibt es viele gutgemachte Seiten wie zum Beispiel die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.“ (AGFK) oder die Seiten des „Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs“ (ADFC).

Radfahren in Mering weiterlesen

Carsharing in Mering – Ja bitte!

Das Carsharing (Autoteilen), einst als eine Idee von Ökospinnern belächelt, wird immer beliebter und nicht nur das: Weltweit wird das Teilen von Ressourcen immer mehr zum Trend und auch zur Notwendigkeit. Nicht umsonst gab sich die diesjährige CeBIT, weltweite Zukunftsmesse der Elektronik- und Computerbranche, das Motto Shareconomy.

Bildquelle: ©Trueffelpix / fotolia.com
Bildquelle: ©Trueffelpix / fotolia.com

Der zugrunde liegende Begriff Share Economy wurde von Harvard-Ökonom Martin Weitzman geprägt und besagt im Kern, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, umso mehr unter allen Marktteilnehmern geteilt wird.

Carsharing in Mering – Ja bitte! weiterlesen

Überdruss im Überfluss

Lebensmittel gehen uns alle an, also muss es uns auch interessieren, wie unsere Lebensmittel produziert werden.

Die Meringer Grünen hatten vor kurzem einen Biolandwirt aus der näheren Umgebung zu Gast, der sehr interessante Einblicke in die ökologische Landwirtschaft, deren Chancen, aber auch Probleme geben konnte, von der Biogasanlage bis zur Massentierhaltung.
Verständlicherweise möchte jeder qualitativ hochwertige Lebensmittel zur Verfügung haben. Und es ist doch auch scheinbar so einfach: Der nächste Supermarkt an der Ecke bietet ja höchste Qualität und größte Auswahl zu kleinsten Preisen. Die Handelsketten unterbieten sich gegenseitig im Preis, und die Werbung zeigt uns täglich, wie unübertroffen die Qualtät der angebotenen Lebensmittel ist.

Überdruss im Überfluss weiterlesen