Archiv der Kategorie: Städteplanung

– Aktuelle Themen der Städteplanung
– Neue Verkehrsgestaltung in Mering
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– Bauleitplanung

Nachhaltige Ortsentwicklung: Wie geht das?

Mering ist eine stark wachsende Gemeinde. Immer häufiger wird deshalb in Mering von einer nötigen Begrenzung des Wachstums gesprochen. Als Kommune stehen wir in Mering vor der Entscheidung, ob wir dem Wachstumsdruck ungebremst nachgeben und damit weitere Probleme schaffen oder ob wir langfristig steuernd eingreifen wollen. Denn die Folgen der mangelhaften  Steuerung der Ortsentwicklung zeigen sich immer deutlicher: Zunehmende Unattraktivität und Aussterben des Innerorts, Ausufern der Ortsränder und damit weiterer Flächenverbrauch, ungeplante Nachverdichtung, hohe Infrastrukturfolgekosten.

Aber wo soll man ansetzen, um das zu erreichen und was wäre denn ein gesundes oder nachhaltiges Wachstum für unseren Ort?

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

Stetiges Wachstum nach außen  mit den bekannten Folgen für Natur, Naherholung, Landwirtschaft und Verkehr widerspricht einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Eines der Stichworte lautet hier „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. Das bedeutet zunächst ganz einfach, die Entwicklungspotenziale im Innenbereich zu nutzen, bevor man weiter nach außen wächst. Das betrifft alle Bereiche der Baulandentwicklung, v.a. Gewerbegebiete und Wohngebiete. Alle Programme der Städtebauförderung beschäftigen sich daher mit der Innenentwicklung.

Die Potenziale für die Innenentwicklung zu kennen, ist die Voraussetzung für eine fundierte Planung der Ortsentwicklung, die vor allem nicht auf kurzfristige Reaktion, sondern auf langfristige Steuerung setzt. Bei der Innenentwicklung gibt es allerdings Hemmnisse zu überwinden, die dazu führen, dass man den Weg des geringsten Widerstandes geht und lieber nach außen ausweicht.

Die wichtigsten Hemmnisse sind:

  • Fehlende Gesamtschau der Innenentwicklungspotenziale
  • Die Vorteile der Innenentwicklung sind zu wenig bekannt:
    • Bodenschutz und Erhalt des Landschaftsbilds
    • Ortskernbelebung, Aufenthaltsqualität
    • Auslastung/Sicherung für bestehende Infrastrukturen
  • Es gibt Vorurteile gegenüber der Innenentwicklung:
    • Eigentümerinteressen, Nachfrageinteressen, teure Einzelfalllösungen
    • Innenverdichtung mindert die Wohnqualität
  • Es fehlen Wirtschaftlichkeitsdaten
    • zur langfristigen Belastung durch Infrastruktur (Folgekosten )
    • zum Vergleich von Innen- und Außenentwicklungsprojekten (Kostenwahrheit)

Der erste Schritt ist also immer die Bestandsaufnahme und natürlich die anschließende, kontinuierliche Pflege der Daten. Im ISEK (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) für Mering wurden hierzu schon eine erste grobe Bestandsaufnahme vorgenommen und Maßnahmen definiert.

Die Staatsregierung hat entsprechende Förderprogramme aufgelegt. So fördert der Freistaat die Erhebung der Innenentwicklungspotentiale. Wer bestehende Flächen wie Gewerbebrachen oder ein altes Industriegelände entsiegeln möchte, bekommt ebenfalls Gelder vom Freistaat aus der Förderinitiative „Flächenentsiegelung“.  Außerdem hilft das Programm „Innen statt Außen“ Gemeinden bei Projekten, die den Ortskern oder die Stadtmitte beleben. Besonders finanz- und strukturschwache Gemeinden erhalten eine höhere Förderung.

Flächen- und Leerstandsmanagement

Ein wichtiger Baustein der Bestandsermittlung und Planung ist ein Flächen- und Leerstandsmanagement. Das Bayerische Landesamt für Umwelt stellt den Kommunen hier bereits einige Instrumente zur Unterstützung zur Verfügung, u.a. die Flächenmanagement-Datenbank (Bestandsaufnahme) und den Folgekostenschätzer (Berechnung der Wirtschaftlichkeit).

Im ISEK für Mering ist eine entsprechende Maßnahme definiert.

Was wollen wir für Mering?

Um eine nachhaltige Ortsentwicklung zu erreichen, wollen die Meringer Grünen deshalb:

  • die Einführung eines Flächen- und Leerstandsmanagements als langfristiges Planungsinstrument
  • keine weiteren Baugebiete im Außenbereich, bevor belastbare Zahlen zu Innenentwicklungspotenzialen und Folgekosten vorliegen
  • eine rechtzeitige und langfristige Steuerung der Innenentwicklung durch Quartierskonzepte und Bebauungspläne
  • effektive Maßnahmen zur Aufwertung des Innerortes, an vorderster Stelle die längst überfällige Umsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Münchener Straße
  • in Mering ansässige Unternehmen durch gezielte Maßnahmen stärken und unterstützen

Hier können Sie mehr erfahren

Am 8.11.2019 können Sie bei uns mehr über das Thema „Nachhaltige Ortsentwicklung“ erfahren: Nachhaltige Ortsentwicklung – Wie geht das?

Presseberichte

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 18.2.2019: Laden und Gewerbe: Wo ist was frei in Mering?

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 1.3.2019: Marktbeauftragter soll mit eingebunden werden

Friedberger Allgemeine Zeitung vom 18.10.2019 und 19.10.2019 (gedruckte Ausgabe): Mering bekommt bis März verkehrsberuhigte Ortsmitte

Petition gegen die Ansiedlung von Honold

Mit Unterstützung der Grünen in Mering und auf Kreisebene hat das Aktionsbündnis „Keine Osttangente“ eine Petition gegen die Ansiedlung von Honold erstellt.

Wir würden uns freuen wenn möglichst viele die Petition unterschreiben. Sie steht für eine andere Verkehrs- und Siedlungspolitik.

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Infos zur Ortsentwicklung

Über die letzten zwei Jahre wurde zur Vorbereitung der Städtebauförderung ein ISEK durchgeführt (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept). Der entstandene und inzwischen vom Gemeinderat abgesegnete umfangreiche Bericht wird im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Papst Johannes Haus vorgestellt.

Weitere Infos zur Veranstaltung sowie einen Flyer gibt es auf der Meringer Gemeindeseite.

Wir empfehlen allen Bürgern, die sich für diese Thematik interessieren, an der Informationsveranstaltung und Ausstellungseröffnung teilzunehmen.

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ADFC Fahrradklimatest 2016 – Bitte teilnehmen

Der ADFC führt in unregelmäßigen Abständen einen Fahrradklima-Test durch (zuletzt 2005, 2012, 2014), an dem sich die Bürger aller deutschen Städte und Orte beteiligen können. Abgefragt wird, wie gut die Situation für Radfahrer an dem jeweiligen Ort ist und welche Wünsche noch bestehen.

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Mitmachen erwünscht

Als dritte Chance zur Mitwirkung bei der Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) findet am Freitag, den 24. Juni 2016 ab 18:30 Uhr eine Planungswerkstatt zur Weiterentwicklung des „ISEKs Zukunft Markt Mering“ im Papst-Johannes-Haus statt.

Hier besteht wieder die Möglichkeit sich als Bürger aktiv in den Planungsprozeß einzubringen. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele mitmachen würden.

Mehr zur Veranstaltung sowie weitere Informationen zum Planungsstand findet sich auf der Meringer Webseite.

Parkroute für Mering

Am Mittwoch, den 20.4.2016 wurde im Meringer Gemeinderat nach langer Vorbereitung und kontroverser Diskussion eine Parkroute für Mering beschlossen. Für Besucher und aber auch die Meringer Bürger soll so die Parkplatzsuche erleichtert werden. Manche Themen dauern eben etwas länger und wer in der Politik mitwirken will, der muss einen langen Atem haben.

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Stopp dem Flächenfraß

Überall in Bayern und auch in unserer Region kann man beobachten, wie der Flächenfraß voranschreitet. Fast immer gibt es angeblich gute Gründe, weitere Flächen für Gewerbegebiete, Wohngebiete und Straßen zu versiegeln. Die Osttangente ist ein Beispiel das zeigt, dass auch hier in Mering dieses Thema hochaktuell ist.

Zu diesem Thema hatten die Meringer Grünen am 1. März diesen Jahres zwei kompetente Fachleute eingeladen:

  • Thomas Frey (BUND Naturschutz in Bayern, Regionalreferent für Schwaben, Fachabteilung für Südbayern)
  • Ludwig Hartmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion im bayerischen Landtag)

In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion wurde aufgezeigt, was die Ursachen sind und wie man diese Entwicklung aufhalten könnte.

Den Vortrag von Thomas Frey , veröffentlichen wir an dieser Stelle.

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Steuerkreis: Erster Maßnahmenkatalog

Bildquelle: pixabay.com

Wie aus der Presse bekannt ist, hat der Marktgemeinderat in Mering für die zukünftige Entwicklung des Marktes Mering die Erarbeitung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) beschlossen (zum Eintritt in ein Städtebauförderungsprogramm). In diesem Rahmen wurde ein großer Steuerkreis mit Vertretern von Meringer Institutionen sowie Bürgervertretern eingerichtet, der das Planungsbüro bei seinen Arbeiten unterstützt. Wir berichten hier fallweise zu den Arbeiten in diesem Gremium.

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Die Vision der Meringer Grünen

Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit des grünen Ortsverbandes hat sich in den letzten 1 1/2 Jahren intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Vision wir für Mering haben. Die Essenz der Diskussion wurde in einem Positionspapier zusammengefasst und in der Ortsversammlung am 12. November einstimmig verabschiedet.

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Schlechte Noten für Fahrradfahren in Mering

Der ADFC führt in unregelmäßigen Abständen einen Fahrradklima-Test durch (zuletzt 2005, 2012 und jetzt 2014), an dem sich die Bürger aller deutschen Städte und Orte beteiligen konnten. Abgefragt wird, wie gut die Situation für Radfahrer an dem jeweiligen Ort ist und welche Wünsche noch bestehen.

Die Befragung für 2014 war am 30. November abgeschlossen. Mering hat sich zum ersten Mal, hauptsächlich auf Betreiben von Bündnis 90/Die Grünen, beteiligt. Mit 91 Teilnehmern wurde das notwendige Quorum deutlich überschritten (mindestens 50 Personen waren bei dieser Ortsgröße gefordert). Nun scheinen 91 Teilnehmer nicht viel zu sein. Das sieht aber anders aus wenn man die Teilnehmeranzahl auf die Anzahl der Einwohner bezieht. Dann liegt Mering bei den vergleichbaren bayerischen Orten auf einem sehr guten 7. Rang von 58 möglichen.

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Wenn einem so was widerfährt … Der Fall Polytech

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Haus bauen. Nach einigem Suchen finden Sie einen geeigneten Bauplatz in einem neu ausgewiesenen Baugebiet im Bereich des Hörlgrabens in Mering. Da nicht weit entfernt Fabrikgebäude existieren, erkundigen Sie sich, welche Art von Gewerbe da möglich ist. Es stellt sich heraus, dass im Sommer 2002 das Landratsamt Aichach das Fabrikgebäude so umgewidmet hat, dass dort nur noch Lagerbetrieb möglich ist. Der Flächennutzungsplan weist an dieser Stelle ein Gewerbegebiet mit reduzierten Emissionen und deutlich eingeschränkten Tätigkeitsmerkmalen aus. Sie sind beruhigt, kaufen den Bauplatz und bauen sich ein hübsches Häuschen. Die Gegend liegt nicht allzuweit von der Ortsmitte und auch sonst fühlen Sie sich hier wohl.

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Wasser ist ein Menschenrecht – auch in Mering!

Im Augenblick entwickelt die EU-Kommission Vorschriften zur Vergabe von Konzessionen. Die Gemeinden (öffentliche Hand) können Konzessionen vergeben, z.B. im Bereich der Wasser-, Energie- und Abfallentsorgung. Damit beauftragen sie Privatunternehmen mit der Erbringung der Leistungen, die in ihrem eigenen Aufgabenbereich liegen. Für diese Konzessionsvergaben sollen einheitliche Regeln für den europäischen Wirtschaftsraum erstellt werden.  Intensiv öffentlich diskutiert wird derzeit das Thema Wasserversorgung.

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Radfahren in Mering

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon früher schreiben, aber das schöne Radwetter der letzten Tage hat mich davon abgehalten. Radfahren ist für mich erstmal Vergügen. Auf der anderen Seite ist das Rad ein zunehmend wichtiges Verkehrsmittel insbesondere auf innerörtlichen Strecken. Bis das Auto aktiviert ist, bin ich mit dem Fahrrad meist schon am Zielort angekommen.

Aber solch grundsätzliche Überlegungen möchte ich hier nicht vertiefen. Dazu gibt es viele gutgemachte Seiten wie zum Beispiel die „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V.“ (AGFK) oder die Seiten des „Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs“ (ADFC).

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Stand des Verkehrskonzeptes / Meringer Projektbeirat

Wie aus der Presse bekannt ist, wird das Meringer Verkehrskonzept initiiert durch den Marktgemeinderat seit einem Dreivierteljahr durch einen Projektbeirat begleitet und weiterentwickelt.

Durch dieses Vorgehen wird der Prozeß der Erarbeitung des Verkehrskonzeptes transparenter dargestellt. Er ist aus unserer Sicht so auch demokratischer. Engagierte Bürger können ihre Ideen über die Bürgervertreter ins Gremium einbringen und die Vertreter des Marktgemeinderates können mit ihrem fundierten Wissen zu den Meringer Gegebenheiten steuernd eingreifen und stellen gleichzeitig auch das Bindeglied zum Gesamtgremium des Gemeinderates dar.

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