Schlagwort-Archive: Gewerbe

Wiesen statt Beton – Harte Kritik

Die Anhörung zum Landesentwicklungsprogramm letzte Woche im Wirtschaftsausschuss hat ganz klar bestätigt: Söders Ideen wie die sogenannte Lockerung des Anbindegebots, die das Bauen von riesigen Gewerbegebieten abseits von Ortschaften auf der grünen Wiese ermöglicht, sind der Dammbruch in der Landesplanung. Auch mit Blick auf den Alpenplan stimmte das Gros der Expert*innen mit den Grünen überein, dass die „Causa Riedberger Horn“ einen fatalen Präzedenzfall schafft und die Alpen der Betonier-Wut von kurzfristigen Profiteuren des Kunstschnee-Zirkus ausliefert.

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Mitmachen erwünscht

Als dritte Chance zur Mitwirkung bei der Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) findet am Freitag, den 24. Juni 2016 ab 18:30 Uhr eine Planungswerkstatt zur Weiterentwicklung des „ISEKs Zukunft Markt Mering“ im Papst-Johannes-Haus statt.

Hier besteht wieder die Möglichkeit sich als Bürger aktiv in den Planungsprozeß einzubringen. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele mitmachen würden.

Mehr zur Veranstaltung sowie weitere Informationen zum Planungsstand findet sich auf der Meringer Webseite.

Stopp dem Flächenfraß

Überall in Bayern und auch in unserer Region kann man beobachten, wie der Flächenfraß voranschreitet. Fast immer gibt es angeblich gute Gründe, weitere Flächen für Gewerbegebiete, Wohngebiete und Straßen zu versiegeln. Die Osttangente ist ein Beispiel das zeigt, dass auch hier in Mering dieses Thema hochaktuell ist.

Zu diesem Thema hatten die Meringer Grünen am 1. März diesen Jahres zwei kompetente Fachleute eingeladen:

  • Thomas Frey (BUND Naturschutz in Bayern, Regionalreferent für Schwaben, Fachabteilung für Südbayern)
  • Ludwig Hartmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion im bayerischen Landtag)

In den Vorträgen und der anschließenden Diskussion wurde aufgezeigt, was die Ursachen sind und wie man diese Entwicklung aufhalten könnte.

Den Vortrag von Thomas Frey , veröffentlichen wir an dieser Stelle.

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Wenn einem so was widerfährt … Der Fall Polytech

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Haus bauen. Nach einigem Suchen finden Sie einen geeigneten Bauplatz in einem neu ausgewiesenen Baugebiet im Bereich des Hörlgrabens in Mering. Da nicht weit entfernt Fabrikgebäude existieren, erkundigen Sie sich, welche Art von Gewerbe da möglich ist. Es stellt sich heraus, dass im Sommer 2002 das Landratsamt Aichach das Fabrikgebäude so umgewidmet hat, dass dort nur noch Lagerbetrieb möglich ist. Der Flächennutzungsplan weist an dieser Stelle ein Gewerbegebiet mit reduzierten Emissionen und deutlich eingeschränkten Tätigkeitsmerkmalen aus. Sie sind beruhigt, kaufen den Bauplatz und bauen sich ein hübsches Häuschen. Die Gegend liegt nicht allzuweit von der Ortsmitte und auch sonst fühlen Sie sich hier wohl.

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Innovative Geschäftsideen in Mering

Jeder kennt die Problematik, dass im Meringer Innenort die Geschäfte langsam aussterben. Dies – wie wir häufig hören dürfen – auf fehlende Parkplätze zurückzuführen, ist zu einfach und eindimensional. Die Thematik ist viel komplizierter und vielschichtiger.

Auffallend ist, dass einige Geschäfte in Mering gut florieren, andere dagegen offensichtlich auf dem absteigenden Ast sind. Vorbildlich ist zum Beispiel die Werbestrategie von Spengler Optik-Uhren-Schmuck. Durch häufige (aber nicht zu häufige) Aktionen werden die Kunden immer wieder an das Geschäft erinnert. Auch der Web-Auftritt sucht seinesgleichen.

Eine ebenfalls gute und innovative Strategie ist die des Erlebnisfriseur Jakob. Er betreibt eine Kombination aus Friseursalon, Massagesalon sowie einem Cafe. Auch hier ist der Web-Auftritt professionell und sehr informativ.

Auch der Mobile Reisemarkt Mering glänzt mit kreativen Ideen. Wer keine Zeit hat im Reisebüro im Steinbrecherhaus vorbeizuschauen, kann eine Beratung auch Abends zu Hause anfordern. Diese Idee führt Verena David wohl auch im Rahmen der neuen Kooperation mit Startours Augsburg weiter. Auch hier gibt es gut gemachte Web-Auftritte.

Die kleine Kinderecke in der Metzgerei Reich ist ebenfalls eine clevere Idee. Da werden die Kunden der Zukunft gleich zuvorkommend behandelt, was sich sicher langfristig auszahlt. Auch hier ist der Web-Auftritt gut gemacht und aktuell.

Ein weiteres Beispiel ist der BioMarkt natufit. Web Auftritt gibt es zwar (noch) keinen, aber auch hier ist neben dem gut sortierten Sortiment im Bioladen ein kleines Restaurant bzw. Cafe dabei. Insbesondere uns Männern macht das Einkaufen deutlich mehr Spaß, wenn wir uns auf die eigentliche Arbeit (den Einkauf) mit einem Cappuchino und manchmal auch einem der sehr guten selbst gebackenen Kuchen vorbereiten können. Auch ein komplettes Frühstück oder Mittagessen läßt sich genießen. Besonders schön ist das natürlich im Sommer im Garten hinter dem Laden.

Was lernen wir daraus? Heutzutage genügt es nicht mehr, alte Konzepte einfach weiterzuführen. Neue, innovative und kreative Geschäftsideen sind gefragt. So bleiben Kunden erhalten und neue können dazugewonnen werden.

Ein paar (mögliche) Beispiele:

  • Die Geschäfte Dilger und Wölfle sind mittlerweile im selben Gebäude. Wie wäre es, wenn die Bäckerei die kleine Kaffee-Ecke ausbaut und über einen Durchgang zum Bekleidungsgeschäft Wölfle dessen Kunden anlockt. Umgekehrt geht durch diesen Durchgang vielleicht die ein oder andere Kundin noch schnell ein wenig zum Shoppen? Im Sommer könnte der Kaffee auch unter den Arkaden gereicht werden.
  • Meringer Geschäfte müssen sich gegenüber der Konkurrenz in den Gewerbegebieten unterscheiden. Mit kleineren Preisen oder konkurrenzfähigen Großsortimenten geht das aber aus Platzgründen nicht. Alternativ denkbar wäre zum Beispiel, dass man das Thema Nachhaltigkeit (also gute, langlebige Produkte), Umweltfreundlichkeit (lokale Produkte, Bioprodukte) in den Vordergrund stellt. Mering Aktuell könnte ein derartiges Konzept für die Geschäfte im Innenort aufbauen und entsprechend Werbung betreiben.
  • Wie wär’s denn zum Beispiel mit einer Kooperation mit manomama aus Augsburg. Mit DM im Gewerbegebiet gibt es bereits eine Zusammenarbeit. Die Geschäfte im Innenort müssen sich sputen, damit sie nicht auf der Strecke bleiben.

Ich bin überzeugt, dass es noch viele weitere Möglichkeiten gibt. Wer hat noch Ideen die unserer Geschäftswelt helfen und unseren Innenort lebens- und liebenswerter machen?