Photovoltaik auf Merings Dächer

Anpacken, um das vorhandene Potential auszuschöpfen, wird in den kommenden Jahren entscheidend sein, wenn die Klimaziele von Paris noch eingehalten werden sollen. Neben der großen internationalen Politik, fällt eine ganz entscheidende Verantwortung der Kommune vor Ort zu. Hier können Projekte schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Nur wer hier seine Hausaufgaben erledigt, verdient bei bundesweiten und internationalen Regelungen Aufmerksamkeit und Glaubhaftigkeit.

Die Marktgemeinde Mering kann hier deutlich mehr erreichen, wie ein Vergleich innerhalb des Landkreises Aichach-Friedberg verdeutlicht: Eine nicht geringe Anzahl von gemeindlichen Gebäuden wird noch immer nicht für Photovoltaik genutzt. Das möchten die Meringer Grünen ändern. Bernhard Konrad, grünes Mitglied und Gemeinderatskandidat, hat hier eine starke Initiative ergriffen und das Projekt in die Hand genommen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, stellte er eine Anfrage an den Gemeinderat mit der Bitte um eine Auflistung aller gemeindlichen Dächer. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler lieferte die entsprechenden Informationen und beantwortete ein paar Detailfragen, so dass nun eine Liste von potentiell geeigneten Dächern vorliegt. Nach Kontakt mit der Bürgerenergiegenossenschaft Neuburg-Schrobenhausen, Aichach und Eichstätt, wurden nun bei einer ersten Besichtigungsrunde die Dächer vom Kinderhaus am Kapellenberg, Kindergarten am Sommerkeller und der Grundschule II bereits von einem Fachmann gesichtet.

Nun folgt die Detailplanung – hier müssen unter anderem der Netzbetreiber angefragt, Plätze für Wechselrichter, Stromzähler, und mögliche Kabelverläufe geplant werden, sowie der jetzige und prognostizierte Stromverbrauch für eine Wirtschaftlichkeitsprüfung berechnet werden. Die ersten Schätzungen liegen vor und zeigen, dass die geplanten Photovoltaikanlagen neben ihrem Beitrag zur Vermeidung von CO2 der Marktgemeinde mittelfristig auch enorme finanzielle Einsparungen bringen würden. So könnte das dringend Notwendige mit dem Praktischen verbunden werden..

Und all das ist mit minimalem Aufwand seitens der Gemeinde möglich. Die Bürgerenergiegenossenschaft verwaltet im Landkreis schon einige vergleichbare Anlagen und bietet unterschiedliche Finanzierungsmodelle: Die Marktgemeinde könnte etwa alleiniger Finanzierer sein, oder den Bürgerinnen und Bürgern Merings Beteiligungen anbieten.

Wir freuen uns über den schnellen Fortschritt des Projekts und bedanken uns ganz ausdrücklich beim Bürgermeister und der Verwaltung für die Kooperationsbereitschaft. Wir hoffen auf einen tatkräftigen und mutigen neuen Marktgemeinderat, der seinen Teil zu einer schnellen Umsetzung beiträgt. Das würde Vertrauen schaffen für einen klimapolitischen Aufbruch und zeigen, dass Mering handelt und sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Presse

9.3.2020, Stadtzeitung, “Für mehr Photovoltaik auf Merings Dächern

2 Gedanken zu „Photovoltaik auf Merings Dächer“

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