Stand des Verkehrskonzeptes / Meringer Projektbeirat

Wie aus der Presse bekannt ist, wird das Meringer Verkehrskonzept initiiert durch den Marktgemeinderat seit einem Dreivierteljahr durch einen Projektbeirat begleitet und weiterentwickelt.

Durch dieses Vorgehen wird der Prozeß der Erarbeitung des Verkehrskonzeptes transparenter dargestellt. Er ist aus unserer Sicht so auch demokratischer. Engagierte Bürger können ihre Ideen über die Bürgervertreter ins Gremium einbringen und die Vertreter des Marktgemeinderates können mit ihrem fundierten Wissen zu den Meringer Gegebenheiten steuernd eingreifen und stellen gleichzeitig auch das Bindeglied zum Gesamtgremium des Gemeinderates dar.

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Überdruss im Überfluss

Lebensmittel gehen uns alle an, also muss es uns auch interessieren, wie unsere Lebensmittel produziert werden.

Die Meringer Grünen hatten vor kurzem einen Biolandwirt aus der näheren Umgebung zu Gast, der sehr interessante Einblicke in die ökologische Landwirtschaft, deren Chancen, aber auch Probleme geben konnte, von der Biogasanlage bis zur Massentierhaltung.
Verständlicherweise möchte jeder qualitativ hochwertige Lebensmittel zur Verfügung haben. Und es ist doch auch scheinbar so einfach: Der nächste Supermarkt an der Ecke bietet ja höchste Qualität und größte Auswahl zu kleinsten Preisen. Die Handelsketten unterbieten sich gegenseitig im Preis, und die Werbung zeigt uns täglich, wie unübertroffen die Qualtät der angebotenen Lebensmittel ist.

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Innovative Geschäftsideen in Mering

Jeder kennt die Problematik, dass im Meringer Innenort die Geschäfte langsam aussterben. Dies – wie wir häufig hören dürfen – auf fehlende Parkplätze zurückzuführen, ist zu einfach und eindimensional. Die Thematik ist viel komplizierter und vielschichtiger.

Auffallend ist, dass einige Geschäfte in Mering gut florieren, andere dagegen offensichtlich auf dem absteigenden Ast sind. Vorbildlich ist zum Beispiel die Werbestrategie von Spengler Optik-Uhren-Schmuck. Durch häufige (aber nicht zu häufige) Aktionen werden die Kunden immer wieder an das Geschäft erinnert. Auch der Web-Auftritt sucht seinesgleichen.

Eine ebenfalls gute und innovative Strategie ist die des Erlebnisfriseur Jakob. Er betreibt eine Kombination aus Friseursalon, Massagesalon sowie einem Cafe. Auch hier ist der Web-Auftritt professionell und sehr informativ.

Auch der Mobile Reisemarkt Mering glänzt mit kreativen Ideen. Wer keine Zeit hat im Reisebüro im Steinbrecherhaus vorbeizuschauen, kann eine Beratung auch Abends zu Hause anfordern. Diese Idee führt Verena David wohl auch im Rahmen der neuen Kooperation mit Startours Augsburg weiter. Auch hier gibt es gut gemachte Web-Auftritte.

Die kleine Kinderecke in der Metzgerei Reich ist ebenfalls eine clevere Idee. Da werden die Kunden der Zukunft gleich zuvorkommend behandelt, was sich sicher langfristig auszahlt. Auch hier ist der Web-Auftritt gut gemacht und aktuell.

Ein weiteres Beispiel ist der BioMarkt natufit. Web Auftritt gibt es zwar (noch) keinen, aber auch hier ist neben dem gut sortierten Sortiment im Bioladen ein kleines Restaurant bzw. Cafe dabei. Insbesondere uns Männern macht das Einkaufen deutlich mehr Spaß, wenn wir uns auf die eigentliche Arbeit (den Einkauf) mit einem Cappuchino und manchmal auch einem der sehr guten selbst gebackenen Kuchen vorbereiten können. Auch ein komplettes Frühstück oder Mittagessen läßt sich genießen. Besonders schön ist das natürlich im Sommer im Garten hinter dem Laden.

Was lernen wir daraus? Heutzutage genügt es nicht mehr, alte Konzepte einfach weiterzuführen. Neue, innovative und kreative Geschäftsideen sind gefragt. So bleiben Kunden erhalten und neue können dazugewonnen werden.

Ein paar (mögliche) Beispiele:

  • Die Geschäfte Dilger und Wölfle sind mittlerweile im selben Gebäude. Wie wäre es, wenn die Bäckerei die kleine Kaffee-Ecke ausbaut und über einen Durchgang zum Bekleidungsgeschäft Wölfle dessen Kunden anlockt. Umgekehrt geht durch diesen Durchgang vielleicht die ein oder andere Kundin noch schnell ein wenig zum Shoppen? Im Sommer könnte der Kaffee auch unter den Arkaden gereicht werden.
  • Meringer Geschäfte müssen sich gegenüber der Konkurrenz in den Gewerbegebieten unterscheiden. Mit kleineren Preisen oder konkurrenzfähigen Großsortimenten geht das aber aus Platzgründen nicht. Alternativ denkbar wäre zum Beispiel, dass man das Thema Nachhaltigkeit (also gute, langlebige Produkte), Umweltfreundlichkeit (lokale Produkte, Bioprodukte) in den Vordergrund stellt. Mering Aktuell könnte ein derartiges Konzept für die Geschäfte im Innenort aufbauen und entsprechend Werbung betreiben.
  • Wie wär’s denn zum Beispiel mit einer Kooperation mit manomama aus Augsburg. Mit DM im Gewerbegebiet gibt es bereits eine Zusammenarbeit. Die Geschäfte im Innenort müssen sich sputen, damit sie nicht auf der Strecke bleiben.

Ich bin überzeugt, dass es noch viele weitere Möglichkeiten gibt. Wer hat noch Ideen die unserer Geschäftswelt helfen und unseren Innenort lebens- und liebenswerter machen?

Warum dieser Blog?

Die Grünen Mering möchten mit diesem Blog mehr Interaktivität in die politische Landschaft in Mering bringen. Wir sehen das auch als Beitrag zur Transparenz und im Sinne von mehr und besserer Bürgerbeteiligung.

Wir werden in unregelmäßiger Folge zu kommunalpolititischen oder allgemein gesellschaftlich interessanten Fragen mit Bezug zu Mering Blog Einträge erstellen. Wir würden uns freuen, wenn diese dann fleißig kommentiert werden und sich somit eine rege politische Diskussion ergibt.

Ortssprecher 2012_700

 

Die OrtssprecherInnen:
Petra von Thienen und Rudolf Kaiserswerth