Final Countdown für das alte Sportheim

Das „alte“ Sportheim, fast schon ein historisches, aber zumindest bemerkenswertes Gebäude, ist leider mittlerweile in schlechtem baulichen Zustand und der Abriss wohl nicht mehr zu verhindern, eine Sanierung ist ziemlich sicher nicht mehr sinnvoll umzusetzen.

Nun wurde der Abriss des alten Sportheims letztlich doch bis auf weiteres abgelehnt. Wir möchten hier unsere Position dazu erklären.

Wann und warum wurde der Abriss beschlossen?

2012 war die Kinderbertreuungssituation in Mering akut. Die Optionen schienen begrenzt. Die Erweiterung der Kita Farbkleckse war eine davon.

Eine Sanierung des benachbarten Sportheims wäre damals vermutlich noch möglich und auch sinnvoll umsetzbar gewesen. Es gab auch mehrere Vorschläge dafür. Aber es sollte nach dem Willen der Mehrheit für die Erweiterung der Kita Farbkleckse weichen. Am 22.11.2012 wurde deshalb mit 16:6 Stimmen folgender Beschluss gefasst: 

„Das Gebäude der Sportgaststätte wird abgebrochen, sobald dies für den Neubau der Kinderbetreuungseinrichtung erforderlich ist.“

Die grüne Fraktion stimmte damals dagegen, da wir die Sanierung des Sportheims befürworteten.

Dieser Beschluss war aber bis zum 27.11.2025 nach wie vor gültig, wenn sich inzwischen auch die Voraussetzungen dafür geändert haben, da eine Erweiterung der Kita Farbkleckse am Sportplatz vorerst nicht mehr geplant ist.

Warum wurde der Abriss nun abgelehnt?

Ein neuer Beschlussvorschlag der Verwaltung für die Sitzung am 27.11.2025 zielte nun darauf ab, den Abriss endgültig zu beschließen mit dem Vorschlag, auf der freiwerdenden Fläche die Außenflächen der Kita zu erweitern.

Der Beschlussvorschlag war kurz gehalten und verwies zwar auf den zurückliegenden Beschluss, enthielt aber keine aktuellen Informationen über eventuell existierende vertragliche Bindungen oder zu erfüllende Pläne für das neue Sportheim.

Warum war das wichtig? In der Diskussion stellte sich heraus, dass offensichtlich ein erheblicher Teil der Fläche für Stellplätze und Feuerwehrzufahrt für das neue Sportheim genutzt werden soll oder muss. Es gab aber in den Unterlagen keinen Lageplan, wie die Nutzung der Fläche tatsächlich aufgeteilt werden soll. Auf Nachfragen von verschiedenen Seiten während der Sitzung, u.a. auch von unserer Seite, konnten dazu keine ausreichenden Informationen gegeben werden, v.a. eben dazu, wie die vorhandene Fläche zwischen Außenfläche für die Kita und anderen evtl. notwendigen Flächen für das neue Sportheim, wie Feuerwehrzufahrt oder Stellplätze, aufgeteilt werden soll. Dies wäre aber für eine fundierte Entscheidung nötig gewesen. 

Uns war an dieser Stelle vor allem wichtig, dass die Fläche auch wirklich hauptsächlich für die Kita und die Öffentlichkeit nutzbar wird.

Daraufhin schien unserer Fraktion aufgrund der fehlenden Unterlagen eine Vertagung des Beschlusses angezeigt, die dann auch beantragt wurde. Die Vertagung wurde daraufhin mit 12:12 Stimmen abgelehnt. In der Folge wurde dann der Abriss-Beschluss mit 12:12 Stimmen abgelehnt, Gegenstimmen aus UWG-, Grünen- und CSU-Fraktion.

Es liegt uns fern, notwendige Planungen zu verhindern, aber es muss auch sichergestellt werden, dass die für einen Beschluss nötigen Unterlagen bereitgestellt werden. Unsere Absicht war lediglich, dies bis zur nächsten Sitzung zu ermöglichen, damit sich alle Fraktionen ein umfassendes Bild von der Lage machen können. Dann hätte ein sinnvoller Beschluss einfach 4 Wochen später gefasst werden können. 

So liegt der Abriss nun vorerst auf Eis.

 

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