Verkehrskonzept 2011 – Radwegekonzept

Derzeit wird das Fahrradfahren auch im Rahmen des Verkehrskonzeptes für die Innenstadt intensiv diskutiert. Aus unserer Sicht reicht das aber nicht aus. Wir brauchen ein übergreifendes Konzept, das als Leitlinie für alle Planungsmaßnahmen gilt. Andererseits lassen sich daraus viele Einzelmaßnahmen ableiten, die jederzeit umgesetzt werden können.

Die nächste Abbildung gibt einen Überblick über die aktuelle Situation sowie das Verbesserungspotential.

(Karte von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0)

Wie aus der Abbildung zu entnehmen ist, gibt es an allen wichtigen Straßen von und nach Mering bereits separate Radwege (blau). Wo diese aufhören, ist der Radfahrer gezwungen auf die Straße zu wechseln was je nach Verkehrslage nicht ungefährlich ist (blau gestrichelt).

Einerseits fehlen an bestimmten Stellen Radwege (rot), andererseits sind auch einige Routen nicht ausgeschildert (rot gestrichelt) und somit gerade für nicht Ortskundige nicht existent. Grundsätzlich gilt für uns, dass Radwege behindertengerecht (barrierefrei) und auch für Rollstühle mit Antrieb zu gestalten sind.

Alle Vorschläge, die uns bisher bekannt sind, finden Sie anschließend im Detail aufgelistet. Für folgende Gebiete gibt es noch genauere Darstellungen:

Die im Überblicksbild oben rot umrahmten Zahlen erläutern wir gleich im Anschluß hier etwas genauer.

(1)  und (3)  Verbesserte Fahrradbeschilderung für die Umgehung von Mering

Für ortsunkundige Radfahrer, die aus Richtung Kissing oder Königsbrunn kommend Mering umgehen möchten um z.B. nach Unterbergen oder Merching weiterzufahren, ist es schwierig die vorhandene Umfahrung zu finden. Das gleiche gilt für die Gegenrichtung. Wir schlagen vor, hier eine entsprechende Beschilderung anzubringen.

Bild: Entscheidung rechts oder links?

Insbesondere der weitere Verlauf bei (1) ist schwer zu erkennen. Hier hat man erst die Alternative nach rechts zum Bahnhof St. Afra zu fahren oder nach links unter der B2 hindurch. Danach steht man dann vor dem Bauhof und muss wissen, dass es durch die Unterführung weiter geht.

Bild:  Entscheidung innen oder außen?

Im weiteren Verlauf (3) gibt es dann bis zur Unterberger Straße die Möglichkeit, entweder innen oder außen an der B2 weiterzufahren (hier also links oder rechts). Falls das Oberfeld bebaut wird, ist darauf zu achten, dass der Fahrradweg erhalten bleibt. Ab der Unterberger Straße ist es sinnvoll außen bis zur Einmündung in die Münchener Straße weiter zu fahren.

Umgekehrt ist die Strecke ohne Ortskenntnis genauso wenig zu finden. Eine entsprechende Beschilderung wäre unbedingt sinnvoll.

(2) Verbesserte Fahrradbeschilderung an der Tunnelstraße bis zur Fröbelstraße

Wer den Fahrradverkehr aus der Unterführung und vom Bahnhof St. Afra beobachtet, stellt fest, dass hier auch viele Schüler eine Abkürzung am Baum vorbei über das Feld in Richtung Haupt- und Realschule nehmen. Auch hier wäre eine Beschilderung für alle Radfahrer zweckmäßig. Man spart sich so den Umweg über den neuen Radweg.

Bild:  Abkürzung zu den Schulen am Baum vorbei

Nachdem entlang der Tunnelstraße ein neuer Fahrradweg angelegt ist, der gegenüber der Einmündung der Pestalozzistraße in die Fröbelstraße endet, fehlen auch hier Beschilderungen. Anwohner berichten von ortsunkundigen Fahrradfahrern, die hier offensichtlich nicht mehr weiter wissen.

Bild:  Einmündung des Radwegs an der Fröbelstraße

Auch an der Eimündung der Fröbelstraße in die Tunnelstraße wäre eine Beschilderung notwendig, da hier viele Richtungen möglich sind (unter der Bahn hindurch Richtung Badanger, an der Bahn entlang Richtung Steinbrecher, nach Süden Richtung Fahrradladen und nach Westen zum Bahnhof St. Afra).

(4)  Verlängerung des Radweges von Unterbergen

Der Radweg führt derzeit von der Abzweigung zur Staustufe bis zur Brücke an der B2. Die Verlängerung bis Unterbergen ist mittlerweile beschlossene Sache. Wir schlagen vor, zunächst den vorläufigen Weg über die Brücke bis zur Einmündung der Richard-Wagner-Straße auszubauen.

Bild: Verlängerung bis zur Richard-Wagner-Straße

Eine Verlängerung an der BayWa vorbei bis zur Münchener Straße wäre ebenfalls wünschenswert und sollte schrittweise umgesetzt werden.

(5)  Alternative Fahrradroute nach Merching

Viele der Bahnpendler nutzen anstelle des Radwegs an der viel befahrenen Münchener Straße die alternative Route über den Sandberg und die anschließenden Wiesen bis zur Einmündung in die B2 gegenüber der Hauptstraße.

Bild: Gesperrter Fahrradweg nach Merching

Diese Strecke ist einerseits nicht ausgeschildert und andererseits für Fahrräder gesperrt. Das sollte dringend geändert werden.

e-Bike Tankstellen

Radfahren mit e-Bikes wird immer beliebter. Ob sich Autofahrer beim Benzinpreis entlasten wollen oder ob es einfach nur ein neuer Trend ist, ist unerheblich. Mering muss sich als moderne Gemeinde darauf einstellen und sollte an bestimmten geeigneten Stellen e-Bike Tankstellen installieren. Wir sehen im Moment folgende Punkte:

  • Am Marktplatz wäre eine öffentliche Tankstelle für e-Bikes sinnvoll, damit in Not geratene e-Biker hier nachladen können. Möglich wäre dies z.B. auf dem schon vorhandenen Parkplatz oberhalb des Marktplatzes. Die Finanzierung könnte von der Gemeinde oder von Mering Aktuell übernommen werden (Werbeargument für Mering). Die Radler können sich inzwischen in den Meringer Geschäften umsehen oder in eines der Lokale einkehren.
  • Am Bahnhof Mering wäre eine weitere Tankstelle möglich. Pendler können so über den Tag hinweg das e-Bike laden und sich am Abend sich mit gefülltem Akku auf den Heimweg machen.
  • Gleiches gilt am Bahnhof St. Afra. Beide Tankstellen sollte sinnvollerweise die Bahn unterhalten.

Bisher gibt es gut 150 e-Bike-Tankstellen in Deutschland aber nur eine e-Bike-Tankstelle in der näheren Umgebung, nämlich in der Hochstraße in Augsburg (Stadtwerke). Mering könnte hier  Vorreiter in der Region sein.

Bild: Möglicher Standort für eine Radtankstelle am Marktplatz

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