Verkehrskonzept 2011 – Fahrradkonzept

Für die Grünen war das Thema Fahrradfahren schon immer ein wichtiges Thema, denn Fahrradfahren hat viele Vorteile:

  • Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel im Nahbereich. Außer bei Extremwetterlagen, kann das Fahrrad praktisch immer benutzt werden.
  • Mit dem Fahrrad lassen sich alle Orte in Mering leicht und mit nicht mehr als 15 Minuten Fahrtdauer erreichen. In den meisten Fällen reichen 5 Minuten aus. Wegen der Möglichkeit, zielnah zu parken, ist man mit dem Fahrrad gegenüber dem Auto in vielen Fällen schneller. Demgegenüber ist der Anteil der heute mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecken noch viel zu niedrig.
  • Mit dem Fahrrad kann man fast überall fahren (zum Beispiel auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen)
  • Wegen des geringen Platzbedarfs kann man damit auch fast überall und sehr nah am Ziel parken und pro Fläche können mehr Fahrräder geparkt werden als Autos (die meist nur mit einer Person besetzt sind).
  • Viele Pendler kommen mit dem Fahrrad nach Mering zu den Bahnhöfen. Das spart Autoparkplätze.
  • Für viele Menschen sind insbesondere die modernen e-Bikes ein Grund auf das Fahrradfahren umzusteigen. Der Anteil des Fahrradverkehrs wird nicht nur deshalb weiter deutlich steigen.
  • Auch wenn e-Bikes Strom benötigen, ist die Umweltbilanz gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln immer noch hervorragend.

Fahrradfahrer wissen, dass sie bei der Verkehrsplanung oft vergessen werden. Erst kommt das Auto und dann lange nichts. Damit sich das ändert, haben wir hier ein übergreifendes Fahrradkonzept erarbeitet an dem sich jegliche verkehrstechnische Veränderung in Mering orientieren sollte. Da schon aus Kostengründen nicht alles gleichzeitig realisiert werden kann, ist eine schrittweise Umsetzung anzustreben.

Die folgenden Aspekte sehen wir im Rahmen des Verkehrskonzeptes als wichtig an:

  • Bei jeder Änderung am Verkehrskonzept sind Aspekte des Fahrradfahrens explizit zu betrachten. Damit kann erreicht werden, dass bei entsprechender Gestaltung der Anteil des Fahrradfahrens in Mering deutlich gesteigert wird.
  • Dementsprechend ist das Fahrradfahren in Mering sicher und möglichst angenehm zu gestalten. Ausgehend von den schon existierenden Fahrradwegen an den Überlandstraßen sind durchgängie Fahrradwege in Mering einzurichten. An stark befahrenen Straßen sind separate, sichere Fahrradwege einzurichten. Dazu gibt es unser Radwegekonzept.
  • Im Innenort stellt das Konzept des Begegnungsraumes sicher, dass die Verkehrsteilnehmer alle gleichberechtigt sind, d.h. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer haben aufeinander zu achten. Das führt automatisch zu weit höherer Sicherheit als wenn die Verkehrsteilnehmer sich in gegeneinander abgegrenzten Bereichen bewegen (Fahrbahn, Fahrradweg, Bürgersteig).
  • Weiter können – wie in vielen anderen Orten, z.B. in Augsburg – Fahrradstraßen eingerichtet werden. Diese sind erst mal nur für Radfahrer (und natürlich Fußgänger) gedacht. Für Anwohner und auch in anderen Fällen können Autos zugelassen werden, die aber den Radfahrern Vorfahrt zu gewähren haben.
  • Die Beschilderung der Radwege und Radrouten in Mering lässt noch sehr zu wünschen übrig. Andere Gemeinden sind uns hier voraus. Eine bessere Beschilderung in Richtung Innenstadt, für die Durchfahrt und die Umfahrung von Mering ist notwendig.
  • Auch für Fahrräder sind ausreichende und sinnvolle Parkmöglichkeiten bereitzustellen. Grundsätzlich kann man ein Fahrrad natürlich überall abstellen und abschließen. Heutige Fahrräder stellen jedoch teilweise einen erheblichen Wert dar, der nur durch Anschließen an stationäre Halterungen gegen Diebstahl gesichert werden kann. Derartige Halterungen sind daher in sinnvollen Abständen anzubieten. Einige Ideen dazu haben wir etwas genauer beschrieben.
  • Das Radfahren mit e-Bikes ist durch Einrichtung von sinnvollen e-Bike Tankstellen an mehreren Stellen in Mering zu fördern.

So ein Fahrradkonzept ist natürlich nie vollständig oder endgültig. Es zeigt den aktuellen Stand und die zur Zeit bekannten Verbesserungsmöglichkeiten. Es lebt davon, dass alle Bürger hier ihre Kritik und Ideen einbringen. Für Diskussionsbeiträge und weitere Anregungen sind wir daher dankbar. Bitte einfach als Kommentar hier melden.

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