Verkehrskonzept 2011 – Unser Vorschlag

Mering hat seit vielen Jahren eine leistungsfähige Umgehungsstraße, die einen Großteil des Durchgangsverkehrs wirkungsvoll ab- und umleitet. Trotzdem hat in den letzten Jahren die Belastung der Haupttransversale Augsburger-/Münchnerstr. wieder deutlich zugenommen. Da dies die Lebensqualität im Innerort stark beeinträchtigt, wird das von vielen Meringer Bürgern zu Recht beklagt.

Wird die Hauptstraße durch geeignete Maßnahmen so verändert, dass weniger Verkehr und dieser zudem langsamer durchfließen kann, so ist das Ergebnis, dass andere Straßen  (Kirchstraße / Boutevillestraße) entsprechend mehr belastet werden. Der durchgeführte Einbahnstraßenversuch zeigte diesen Effekt deutlich, wobei die Belastung in der Kirchstraße durch die Sperrung der Paarbrücke besonders hoch war.

Als einzige sinnvolle Lösung sehen wir daher eine Verkehrsberuhigung aller drei Straßen. Nur wenn wir den Verkehr insgesamt verlangsamen, können wir unnötigen Durchgangsverkehr wirksam verhindern. Dadurch wird die Innenstadt von Mering insgesamt aufgewertet und unser Ziel, einen lebendigen und lebenswerten Begegnungsraum zu bekommen, wird wirksam erreicht.

Die Idee des Begegnungsraumes basiert auf dem Konzept des ‚Shared Space‘. Dazu gibt es umfangreiche Informationen im Internet z.B. in Wikipedia.

Wie stellen wir uns das Konzept für Mering vor?

(Karte von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0)

Wir schlagen vor, an drei geeigneten Stellen – die wir im Bild mit roten Ellipsen gekennzeichnet haben – Begegnungsräume einzurichten:

  • Der zentrale Begegnungsraum ist am Marktplatz. Er umfasst diesen selbst, sowie viele Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten (z.B. Andechser und das Eiscafé). Das ist somit der zentrale Begegnungsraum für Mering.
  • Ein weiterer Begegnungsraum wird in der Bouttevillestraße eingerichtet. Als neues und zunehmend attraktives Unterzentrum beruhigt er den Verkehr vom Seniorenheim / Schloßschenke (La Masseria) bis zur Bücherei.
  • Der dritte Begegnungsraum ist um die Kirche herum und reicht von der Mehrzweckhalle / Grundschule bis zum Rathaus inklusive Kirche / Papst-Johannes-Haus. Auch hier ein wichtiger Bereich, der Schüler, Kirchgänger und Rathausbesucher schützt. Auch in diesem Bereich gibt es einige Restaurants (z.B. Kirchenwirt, Pizzeria Da Daniele).

Es ist deutlich sichtbar, dass die drei Begegnungsräume den ungehinderten Verkehrsfluss unterbrechen. Querstraßen wie die Herzog-Wilhelm-Straße, die Bürgermeister-Wohlgeschaffen-Straße, Amtmannberg, Frauenberg und Jägerberg stellen natürliche Verbindungen zwischen den Begegnungsräumen dar.

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