Die Grünen - Mering 
 Soziales - Kultur, Kinder und Jugend, Senioren

Soziales - Kultur, Kinder und Jugend, Senioren

Wir haben in den letzten Jahren viele wichtige Projekte im Bereich Kinder, Jugend, Familie und Senioren verwirklicht. Besonders hervorzuheben sind die ehrenamtliche Kinderund Jugendbeauftragte Marita-Rach-Wiegel und die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte Marlene Koeniger. Andere Beispiele sind das Jugendparlament, der Skaterplatz, die RockNight, das Spielefest zum UNO-Weltkindertag, Kinderplanschbecken, Beachvolleyballplatz sowie die Seniorennachmittage, das Geburtstagssingen und die Gedächnistrainingskurse.

Als GRÜNE und Parteifreie prägen wir damit im Bereich Jugend, Senioren und Familie die Gemeinde nachhaltig und setzen moderne Konzepte und Leitlinien um. Wir wollen hierauf aufbauen,und zudem besonderes Augenmerk auf die Belange unsere Mitbürger mit Handicap legen.

Wir hoffen, dass die aktuelle politische Diskussion zur Familienpolitik uns hilft, die notwendigen Prioritäten im bisher schwarz/rot dominierten und eher zögerlichen Gemeinderat zu verändern. Wir haben durch unser Engagement in den vergangenen Jahren gezeigt, dass uns diese Themen sehr wichtig sind und wir hier kompetent sind.

Pflichtaufgaben der Gemeinde

Gesetzlich vorgeschriebene Pflichtleistungen wie Schulen, Kindergärten und Jugendhilfe sind selbstverständlich. Wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Gemeinde bei der Erfüllung dieser Aufgaben ihren Ermessenspielraum nicht nur minimal sondern optimal ausschöpft. Wir halten es für falsch, dass Einrichtungen der Jugendhilfe, die vom Kreis für den südlichen Landkreis finanziert werden, in Nachbargemeinden angesiedelt werden. Wir werden hier verstärkt die Möglichkeiten nutzen, ohne finanzielle Belastungen der Gemeinde, Beratungs- und Kontaktstellen einzurichten.

Jugend und Senioren benötigen Kontinuität

Auf Grund der notwendigen Kontinuität wollen wir auch weiterhin die Jugend- und Seniorenbeauftragten stellen. Gleichzeitig sind viele Kandidaten auf der Liste der Grünen und Parteifreien engagierte Mitglieder in Vereinen, die sich für Jugend und Senioren einsetzen. Eine breite Unterstützung und eine große Bürgernähe sind so gewährleistet.

Rahmenbedingungen für Kinder, Jugend, Familie und Senioren

Ein familienfreundlicher Ort wird durch eine Reihe von Rahmenbedingungen geprägt. Wir setzen uns für ein verkehrsberuhigtes Zentrum, ein sicheres Fuß-, Schulweg- und Fahrradwegenetz, einen zentrumsnahen Park mit Paarwegen, Bänken für Senioren und Spielmöglichkeiten ein. Minigolf und Parkplätze brauchen wir an diesen wertvollen Flächen nicht. Wir brauchen ein verstärktes Angebot des Gemeindemobils, insbesondere für die Senioren. Ebenso müssen die kommunalen Spielplätze saniert werden.

Ein sehr wichtiges Projekt für die Meringer Familien ist die Einrichtung eines Meringer Gymnasiums für die 700 Kinder, die täglich nach Augsburg und Friedberg an die dort überfüllten Schulen pendeln müssen. Mering ist aufgrund seiner zentralen Lage im Süden der richtige Standort dafür.

Senioren

Die aktive Phase des Ruhestandes dauert heute länger als früher. Senioren wollen als aktive Mitglieder ins Gemeindegeschehen eingebunden werden und viele möchten ihren Lebensabend mit einer sinnstiftenden, ehrenamtlichen Tätigkeit ausfüllen – das wollen wir unterstützen, indem wir z. B. eine Jobbörse für das Ehrenamt schaffen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass analog zum Jugendparlament ein Seniorenbeirat geschaffen wird, der für die Senioren neue Ideen und Konzepte entwickelt und Vorschlagsrecht im Gemeinderat erhält. Ein wichtiger Schritt wird auch die Schaffung eines Seniorenbegegnungszentrums sein. Es soll mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ehrenamtlich betreut werden. Weitere Themen auf unserer Agenda sind Mehrgenerationenhäuser und die Integration von Jugendund Seniorenarbeit.

Kinder und Jugend

Mit einem Anteil von über 20 % stellen Kinder und Jugendliche eine wichtige Bevölkerungsgruppe in Mering. Der Ort ist sehr stark gewachsen, ohne dass die Angebote für Kinder und Jugend im gleichen Verhältnis mitgewachsen wären. Man hört immer wieder, dass wir ja unsere Vereine haben und keine weiteren Jugendangebote brauchen. Die offizielle Jugendarbeit der Gemeinde erlebte deshalb leider in den letzten Jahren einen deutlichen Rückschritt. Nur durch viel ehrenamtliches Engagement und öffentlichen Druck konnten wichtige Positionen gehalten werden. Dies werden wir durch eine Reihe von Projekten ändern.

Für uns sind die Vereine eine der wichtigsten Säulen der Jugendarbeit in Mering und wir unterstützen dies ausdrücklich und wollen die Jugendarbeit der Vereine stark fördern.

Wir werden vermehrt Angebote der offenen Jugendarbeit und Jugendkultur schaffen. Jugend braucht (Frei-)Räume zum Treffen, Reden, zum Bewegen und Ausprobieren.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Schlossmühle als Jugendzentrum viel stärker als bisher genutzt wird und hierzu ein entsprechendes Nutzungskonzept erarbeitet wird. Mit uns hat das Jugendzentrum nicht nur an einem Abend pro Woche sondern mehrere Tage in der Woche geöffnet.

Wir setzen uns für die Schaffung von zwei Stellen für hauptamtliche Sozialpädagogen ein, die das Jugendzentrum betreuen. Sie sollen für die Jugendlichen Ansprechpartner und Vertrauenspersonen werden und für Jugendarbeit und Jugendkultur zuständig sein.

Im Ortsbereich sollen weitere dezentrale Treffpunkte geschaffen werden, an denen sich die Jugend unabhängig von Öffnungszeiten treffen kann. Mit der BMX-Bahn und der Skateranlage sind hier erste erfolgreiche Schritte getan, weitere müssen folgen. Das Thema Kinderarmut und die Mittel, diese abzumildern, ist für uns ein wichtiges Thema.

Kultur

Viele Bürger und Bürgerinnen Merings engagieren sich in Theatergruppen, Musikgruppen, Orchestern, Chören, im Bereich des Tanzes, der Malerei und Bildhauerei sowie in der Pflege des Brauchtums. Sie schaffen dadurch ein reichhaltiges, vielfältiges und wertvolles kulturelles Angebot, das ganz wesentlich zur Lebensqualität und Attraktivität von Mering beiträgt. Besonders für Kinder und Jugendliche sind kulturelle Aktivitäten wichtig und wir möchten Aktivitäten der Jugendkultur fördern. Senioren brauchen für ihren Lebensabend ausfüllende und herausfordernde Betätigungen. Hier spielen kulturelle Angebote, bei denen sie aktiv mitgestalten können, eine ganz herausragende Rolle.

Wir fordern eine(n) ehrenamtliche(n) Kulturbeauftragte(n), um die Kultur in Mering gezielter fördern zu können. Nur so können die kulturellen Aktivitäten unterstützt und vernetzt werden. Nach Außen soll aktives Kulturmarketing betrieben werden und Mering zu einer regionalen Kulturattraktion gemacht werden. Das Potenzial hierzu ist vorhanden und wir meinen, dass dies die Attraktivität des Ortes und die Lebensqualität erhöhen kann und sich sehr positiv auf unsere Lokale und Geschäfte auswirken wird. Wir wollen in diesem Zusammenhang, die Schloßmühle aktiv als Kulturwerkstatt ausbauen und noch stärker als bisher Kulturschaffenden zu günstigen Konditionen anbieten.

Bürgerbeteiligung

Informieren, Beteiligen und Kooperieren, das sind die zentralen Aussagen für eine stärkere Bürgerbeteiligung. In der Industrie ist es üblich, die Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter in das Handeln einfließen zu lassen. Bürgerbeteiligung darf nicht nur einmal im Jahr in einer Bürgerversammlung stattfinden sondern das ganze Jahr kontinuierlich, durch eine Bürgerfragestunde vor oder nach der Gemeinderatssitzung oder in einem Bürgerbüro mit einer/m ehrenamtlichen Bürgerbeauftragten. Sie, die BürgerInnen unserer Gemeinde, haben die besten Ideen für Mering. Wir setzen uns dafür ein, dass Sie sich einfacher in unserer Gemeinde engagieren können.

Informationsfreiheit

Informationsfreiheit ist ein demokratisches Kontroll- und Mitgestaltungsrecht für alle Bürger. Wo Transparenz und Bürgernähe in der Verwaltung fehlen, besteht ein Demokratiedefizit. Dieses Defizit muss beseitigt werden. Informationen, die in gemeindlichen Stellen vorhanden sind, gehören der Allgemeinheit, nicht der Gemeinde. Informationsfreiheit lässt sich auch von der finanziellen Seite her begründen: Das Geld, das öffentliche Stellen verwalten und investieren, gehört den Bürgern. Wo Informationsfreiheit besteht, haben alle BürgerInnen das Recht auf einen voraussetzungslosen Zugang zu den Informationen der Gemeinde. Ein Informationsfreiheitsgesetz steht im Einklang mit den Schutzbestimmungen anderer Gesetze, wie etwa dem Datenschutz. Der Regelfall sollte nicht mehr die
Geheimhaltung, sondern die Zugänglichkeit von Informationen sein. Die Gemeinde muss begründen, warum sie Informationen nicht zur Verfügung stellt.

Seit 1. Januar 2006 gibt es ein Bundes-Informationsfreiheitsgesetz, das Bürgern Einsicht in die Akten der öffentlichen Verwaltung ermöglicht. Das Gesetz gilt jedoch nur für die Behörden des Bundes. Es ist an der Zeit, auch in Bayern und der kommunalen Ebene ein Recht auf Informationsfreiheit einzuführen. Dafür setzen wir uns ein.

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