Die Grünen - Mering 
Passivenergiehaus

Praktische Erfahrungen mit einen Passivenergiehaus

Klimaschutz ist als Thema derzeit in aller Munde. Der Vortrag 'Praktische Erfahrungen mit einem Passivenergiehaus' zeigte eine Möglichkeit auf, wie der CO2 Ausstoß wirksam und mit einfachen Maßnahmen gesenkt werden kann. Der Referent Thomas Rebitzer erläuterte im Rahmen des Stammtischs der Grünen Mering im Schlosserwirt sehr anschaulich und praxisbezogen die grundlegenden Prinzipien sowie seine jetzt bereits mehrjährigen Erfahrungen mit seinem Passivenergiehaus in Merching.

Ein Passivenergiehaus ist so gestaltet, dass die Energie die durch die Bewohner und die elektrischen Verbraucher geliefert wird fast komplett die Heizung ersetzt. Erreicht wird dies durch eine hochwertige Dämmung der Wände (ca. 40 bis 50 cm, k-Wert=0,1), sehr gut dämmende Fenster, die penible Vermeidung von Wärmebrücken und eine möglichst perfekte Luftdichtigkeit.

Zweifler merken oft an, dass dies zu schlechtem Raumklima, Schimmelbildung und dem Verbot der Lüftung über Fenster führe. Thomas Rebitzer erläutert anschaulich, dass diese Bedenken völlig unbegründet sind und letztlich die Wohnqualität höher ist als in einem konventionellen Haus.

Das Raumklima ist deshalb so gut, weil eine künstliche Belüftung (20 Watt Lüfter) über hochwertige Wärmetauscher zu einem ständigen Luftaustausch führt. Die Luftumwälzung ist dabei so gering, dass kein Zug spürbar ist. Durch den Luftaustausch wird auch die Feuchtigkeit ständig nach draußen befördert so dass Schimmelbildung somit wirksam verhindert ist. Bei günstiger Witterung spricht auch nichts gegen eine konventionelle Lüftung über die Fenster.

Lediglich an extrem kalten Tagen wie z.B. im vorigen Winter (wir errinnern uns an Tage mit bis zu -24 Grad) muss durch eine Flüssiggasheizung der Spitzenbedarf ausgeglichen werden. Gekocht wird ebenfalls mit Gas, eine Sonnenkollektoranlage deckt einen großen Anteil des Warmwasserbedarfs und eine Photovoltaikanlage produziert Strom.

So ergibt sich, dass Thomas Rebitzer gegenüber einem konventionellen Haus ca. 90 % weniger CO2 Emissionen hat und das bei praktisch vernachlässigbaren Heizkosten von 150 Euro pro Jahr. Die Mehrkosten beim Bau sind mit ca. 10 bis 15 % zu veranschlagen. Diese amortisieren sich aber durch die gesparte Heizenergie - die zudem in den nächsten Jahren immer teuerer werden wird - in wenigen Jahren.

Bei der anschließenden regen Diskussion erläuterte er ferner dass auch Altbauten auf den Passivenergiestandard umgerüstet werden können. Bedauerlich findet er dabei, dass es heute noch sehr wenige Handwerker gibt, die die Passivhaus-Technologie beherrschen, so dass der Bauherr noch intensiv mitdenken und mitarbeiten sollte. Steigende Energiepreise werden hier aber ein Umdenken erzwingen.

[Startseite] [Neues] [Top-Thema] [Stromwechsel] [Was ist zu tun?] [Anträge im Gemeinderat] [Weitere Infos] [Unser Programm] [Gemeinderat] [Fotogalerie] [Publikationen] [Termine] [Links] [Impressum] [Spende] [Kontakt] [Archiv]