Die Grünen - Mering 
 Ortsentwicklung

Ortsentwicklung und Verkehr

Ortsentwicklung und Verkehr sind den GRÜNEN und Parteifreien in Mering seit 1990 ein zentrales Anliegen.

Für die Zukunft sehen wir vor allem in den folgenden Bereichen Handlungsbedarf:

Erhalt der gewachsenen Ortsstruktur

Die Ortsentwicklung in Mering ist durch baulichen Wildwuchs gekennzeichnet. Wir fordern daher dringend eine nachhaltige Bauleitplanung mit ganzheitlichen Konzepten bei der Umsetzung ökologischer, ökonomischer und sozialverträglicher Ziele.

Weite Teile Merings fallen unter den § 34 des Bundesbaugesetzbuches. Dieser Paragraf greift, wenn kein Bebauungsplan (Satzung) von der Gemeinde aufgestellt ist. Die Bebauung muss sich "in die Eigenart der näheren Umgebung ..." einfügen. Dies ist jedoch ein Gummiparagraf. Einschränkungen durch die Gemeinde sind dadurch fast ausgeschlossen.

Wir fordern daher:

  • Aufstellung von verbindlichen Bebauungsplänen, besonders für die sensiblen Bereiche Merings, wie den Ortskern und entlang der Paar.
  • Einschränkung von baulichem Wildwuchs.
  • Festschreibung längerfristiger und positiver baulicher Entwicklung Merings.
  • Verbesserung der Wege- und Straßeninfrastruktur.
  • Kontrolliertes Wachstum Merings, bei dem das Gemeinwohl über den Interessen Einzelner steht.

Ein Beispiel für die Aufwertung der Ortsmitte ist der Bereich Schloßmühl-/Bouttevillestraße durch die Verlegung der Bücherei in das alte Feuerwehrhaus. Wir unterstützen diese Entwicklung, z. B. auch Planungen für die Nutzung des Schlosses als Seniorenresidenz.

Mering als Wirtschaftsstandort

Die Entwicklung im Einzelhandel in Mering ist durch unkontrolliertes Wachstum in Merings Randlagen gekennzeichnet. Diese Konkurrenzsituation geht stark zu Lasten des Zentrums. Dies führt  mittelfristig zum Verlust der innerörtlichen Einkaufsmöglichkeiten in der Stadtmitte. Unser Ziele sind:

  • die Attraktivität des Kernortes und besonders des innerörtlichen Handels zu stärken.
  • das Ambiente in Merings Mitte zu verbessern, beispielsweise durch Ruhezonen oder kulturelle Angebote.
  • dem produzierenden Gewerbe attraktive Angebote zu machen: Die von der Gemeinde angebotenen Gewerbegrundstücke sind für viele kleine Betriebe zu groß und zu teuer.
  • die Gewerbesteuer zu senken, um konkret kleine und mittelständige produzierende Gewerbe anzusprechen.

Die Ansiedelung von produzierendem Gewerbe gibt unseren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, Wohnen und Arbeiten in Mering zu verbinden.

Verkehrskonzept

Eine Beruhigung des innerörtlichen Verkehrs ist das wichtigste Ziel. Durch den neuen Bahnhaltepunkt in St. Afra ist im nächsten Jahr eine deutliche Reduzierung des Durchgangsverkehrs in Mering zu erwarten. Es bietet sich die einmalige Gelegenheit, zentrale Bereiche der Ortsmitte in eine verkehrsberuhigte Zone umzuwandeln, ohne dass es zu einer unverhältnismäßig hohen Belastung der Ausweichstrecken kommt.

Zahlreiche Beispiele in der Region belegen, dass eine verkehrsberuhigte Ortsmitte die Besucherzahl nicht reduziert, sondern Besucher- und Umsatzzahlen steigert. Die Erreichbarkeit des Ortskerns wird durch Sammelparkplätze in Zentrumsnähe gewährleistet, z. B. an der Paarbrücke bei der Augsburger Straße, der Schloßmühl- und der Bouttevillestraße. Ein Parkleitsystem verhindert überflüssigen Parkplatzsuchverkehr. Diese Parkplätze bieten einen idealen Ausgangspunkt für ein entspanntes Einkaufserlebnis im Meringer Zentrum.

Rad- und Fußwege

Von einem Ausbau des Rad- und Fußwegenetzes profitieren besonders unsere Kinder auf einem sicheren Schulweg und die Senioren durch die Vermeidung unnötiger Barrieren.

Es muss möglich sein, dass Kinder und ältere Menschen sich sicher im Ort bewegen können. So verringert sich die Belastung durch den Autoverkehr und erhöht sich die Wohn- und Lebensqualität im Ort deutlich.

Wir fordern ein komplettes Wegenetz entlang der Paar mit Abzweigungen zum Zentrum. Die Erreichbarkeit des Zentrums zu Fuß oder mit dem Fahrrad verbessert sich so erheblich. Die Anlage von Radwegen oder Radfahrerspuren an den wichtigsten Verbindungsstraßen erhöht die Sicherheit aller Radfahrer, nicht zuletzt der Bahnpendler.

Bahnpendler

Die Fahrradstellplätze am Bahnhof sind ständig überfüllt und der Bahnsteig teilweise verstellt. Ein umfangreicher Ausbau der Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof ist dringend erforderlich. Wir setzen uns auch dafür ein, dass die Zuganbindung nach Augsburg, München und Weilheim verbessert wird. Die Einführung eines Halbstundentaktes und der konsequente Einsatz von Doppelstockwagen wird auch die Sitzplatzsituation erheblich verbessern. Eine verbesserte direkte Anbindung des Flughafens München steht nach wie vor auf unserer Agenda.

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