Die Grünen - Mering 
Autogas

Autofahren zum halben Preis mit Autogas

Unter diesem Thema erläuterte Thomas Rebitzer in seinem Vortrag seine Erfahrungen mit Autogas:

Wenn Thomas Rebitzer andere von einer Sache überzeugen will, so probiert er das erst mal selber aus. Im Jahr 1998 hat er seinen VW-Golf Variant (Baujahr 93) trotz einer Fahrleistung von damals schon 80 000 km auf kombinierten Benzin- / Autogas-Betrieb umgerüstet. Als gelernter Maschinenbauer führte er den Umbau selber durch und ließ ihn anschließend erfolgreich vom TÜV abnehmen.

Der Gastank für das Autogas wurde in der Reservereifenmulde platziert, der Einfüllstutzen ist von hinten zugänglich und der Reservereifen wird an der Rückbank befestigt. Der dadurch bedingte Kofferraumverlust ist minimal. Vom Gastank wurde eine Kupferleitung in den Motorraum nach vorne gezogen. Dort wird in einem Wärmetauscher das Gas von flüssig auf gasförmig umgewandelt. Zusätzlich wurde ein Regler mit Steuerteil eingebaut, eine Tankanzeige, ein Umschalter für Gas-/Benzinbetrieb sowie drei Magnetventile, die sicherstellen, dass das Gas nur dann strömt wenn es benötigt wird. Das Gas wird über den Luftansaugstutzen zugeführt.

Seither tankt Thomas Rebitzer überwiegend  Autogas (Propan oder Butan), das dank der Erdgaslobby bis ins Jahr 2018 steuerfrei ist. Im Vergleich zu Benzin sind die Kosten nahezu halbiert. Nach Rebitzers Aussage kann jeder sein Auto mit ca. 2000 bis 3000 Euro von einer geeigneten Werkstatt umrüsten lassen. Dieser Aufwand amortisiert sich in seiner Beispielrechnung bei einem Verbrauch von 10 l pro 100 km nach ca. 45 000 km und danach greift der volle Kostenvorteil.

Nach seiner Erfahrung ergibt sich weiterhin ein ruhigerer Motorlauf aufgrund besserer Verbrennung, ca. 80 % weniger Umweltgifte, keinerlei sichtbare Ablagerungen an den Zündkerzen sowie weniger häufige Ölwechsel. Der CO2 Ausstoß sinkt um ca. 10 %, ein positiver Beitrag zum Klimaschutz. Bei der AU war überhaupt kein CO messbar (das Gerät zeigte Fehler!). Erst nach Umschaltung auf Benzin wurde die TÜV Plakette erteilt.

Die Bedenken vor verkürzter Motorlebensdauer zerstreute er mit dem Argument einer saubereren Verbrennung. Auch das früher vorhandene Problem, dass nicht genügend Autogas-Tankstellen verfügbar sind,  ist mittlerweile weitgehend behoben. Zudem kann er im Notfall sogar während der Fahrt problemlos auf Benzinbetrieb umschalten. Mittlerweile gibt es auch in Mering eine Autogastankstelle. Im Vergleich zum Betrieb mit Erdgas wies Rebitzer darauf hin, daß der Umbau im Vergleich zur Autogas Technologie ca. 1000 Euro teuerer ist. Grund dafür ist die deutlich aufwändigere Technik wegen des wesentlich höheren Drucks im Gasspeicher. Außerdem ist das Tankstellennetz derzeit noch weniger gut ausgebaut.

Die abschließende Frage "Warum fahren Sie nicht mit Autogas, wenn das ihren Geldbeutel, unsere Umwelt und ihr Fahrzeug schont?" hinterließ viele nachdenkliche Gesichter und bei einigen Teilnehmern der gut besuchten Veranstaltung der Grünen und Parteifreien in Mering die klare Absichtsbekundung, demnächst den Umbau in Auftrag zu geben.

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